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Freitag, 7. August 2015

Das Geschäft mit dem Baby

Wir leben in einer Konsum-Gesellschaft, in einer Welt voll überflüssiger Dinge. Gerade beim ersten Kind kaufen viele Eltern haufenweise unnützen Schrott und werfen damit oft eine Menge Geld aus dem Fenster! Ich führe hier mal auf, worauf man meiner Meinung nach auf jeden Fall verzichten kann:

1. Spezielle Windelmülleimer
Am besten noch die, für die man nur bestimmte, sehr teure Müllbeutel (Nachfüllkassetten) verwenden darf. Diese Mülleimer sollen vor Geruch schützen durch einen sogenannten Folienschlauch. Es gibt tatsächlich welche für 120 (!!!) Euro! Wir haben einen ganz einfachen mit Deckel. Kostet nichtmal 5 Euro. Und mal ehrlich, regelmäßiges entsorgen hilft auch gegen Gerüche!

2. Baby-Badewanne
Es gibt welche mit Gestell und ohne. Die ohne sind gar nicht teuer. Aber brauchen tut man die nicht wirklich. Wir steigen immer mit unserem Baby zusammen in die Wanne. Macht Spaß und bedeutet Qualitätszeit.

3. Heizstrahler
Macht nur unnötig Bohrlöcher in die Wand. Ich hatte nie einen und mir hat auch nie einer gefehlt. Den kurzen Moment nach dem baden, wo das Baby mal zwei Sekündchen nackt ist, wird es auf jeden Fall überleben und krank wird es in der Regel davon auch nicht!

4. Babyfon
Und schon gar nicht mit Monitor! Das ist was für Helikopter-Eltern! Ein Babyfon ist wirklich nur sinnvoll, wenn man in einem großen Haus wohnt. In Wohnungen echt überflüssig, denn glaubt mir: sein Kind hört man schreien! Und man muss ja auch nicht gleich wegen jeden Mucks aufspringen...

5. Krabbeldecke
Ich habe ja nicht schlecht gestaunt, als ich sah, dass es Krabbeldecken für 80 Euro gibt! Jede andere Art von Decke tuts auch. Ich lege meinen Sohn teilweise so auf den Teppich (ist ein flauschiger).

6. Wickeltisch
Praktisch ist er schon, aber man kann auch überall anderswo wickeln... Sofa, Tisch, Boden, normale Kommode, Bett, etc.

7. Elektrisches Mobilée
Oh je! Bei meinem ersten Sohn hatte ich eins. Mit nerviger Musik und Licht-Show. Ob die Dinger nicht eher Schaden als gut sind... Ich sag nur Reiz-Überflutung. Außerdem gewöhnt man die Kleinen damit nur unnötig daran, vorallem wenn man sie als Einschlaf-Hilfe benutzt! Terror ist somit vorprogrammiert.

8. Fertigkost, Instant-Baby-Tees, Baby-Säfte
Man kann super schnell und einfach Babynahrung selbst kochen. Am besten gleich in großen Mengen und dann einfrieren. Das ist garantiert gesünder und spart Geld! Instant-Baby-Tees sind so mit das schlimmste was man seinem Baby antun kann. Die sind voll Zucker! Damit tut man sich und dem Baby keinen gefallen. Sind sie erstmal an Süßes gewöhnt, bekommt man sie nur schwer an "normale" Sachen ran. Genauso frage ich mich nach dem Sinn und Zweck von speziellen Baby-Säften. Was auch immer da noch extra an Vitaminen und anderen Nahrungsergänzungen drin ist, sowas gabs früher auch nicht und die Kinder sind trotzdem groß geworden. Säfte soll man sowieso meiden, der Säure und des Fruchtzuckers wegen...

9. Gläschen-/Flaschenaufwärmer
Ist vom Prinzip her nichts anderes, als ein Gefäß mit heißem Wasser. Genauso gut könnte man einen Topf mit Wasser erwärmen und dahinein das Gläschen oder die Flasche stellen.

10. Sterilisator
Hatte ich beim ersten Kind, fand ich nicht wirklich lohnenswert. Schnuller und Co. kann man auch von Zeit zu Zeit in einem Topf mit Wasser auskochen. Die Sachen in die Spülmaschine zu tun, finde ich auch ok.

11. Laufstall
Ganz ehrlich? Ich finde Laufstall ist was für faule Eltern! Sein Kind "wegzusperren" ist keine Lösung. Ich hatte nie einen und würde mir auch niemals einen anschaffen. Man muss seinem Kind schon beibrigen, wo es drangehen darf und wo nicht. Wie soll es das sonst lernen?



Barfuß laufen

Barfuß ist ein Lebensgefühl! Ich laufe gerne und viel Barfuß. Im Sommer auch draußen... an der Tankstelle, im Supermarkt, beim Autofahren (ich weiß, das darf man nicht!). Allerdings wasche ich mir immer die Füße, wenn ich von draußen reinkomme. Dennoch, Barfuß ist gesund:
  • Macht warme Füße - Durch wechselnde Temparaturreize und Massageeffekt des Untergrunds wird zusätzliche Körperwärme aktiviert
  • Macht schöne Füße - Beugt Schuhe Blasen, Hornhaut, Hühneraugen, Fehlstellungen der Zehen, etc. vor. Zudem verhindert es durch Muskelaufbau Senk- und Spreizfuß
  • Verbessert die Körperhaltung - Gut trainierte Füße bilden mit dem Rücken eine funktionale Einheit, somit werden natürliche Bewegungsabläufe aktiviert
  • Stärkt die Abwehrkräfte durch Muskelarbeit und wechselnde Temperaturreize, die Körperwärme erzeugen
  • Beugt Krampfadern und Venenleiden vor - Durch die Durchblutung der Wadenmuskulatur werden Blutgefäße entlastet und Bildung von Krampfadern verzögert
  • Schützt vor Fußpilz - Da die Füße weniger schwitzen und zusätzlich der Säuremantel der Haut gestärkt wird

Donnerstag, 6. August 2015

Petits Fours


Rezept für ca. 30 Stück

Zutaten für den Biskuit:
100 g Butter
8 Eier
Salz
180 g Zucker
2 Pck. Vanillezucker
180 g Mehl
2 TL Backpulver

Butter zerlassen. Ofen auf 180 Grad (Umluft 160) vorheizen. Eier trennen. Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen. Dabei Zucker und Vanillezucker einrieseln lassen. Eigelbe unterschlagen. Mehl und Backpulver sieben, in 2-3 Portionen unterheben. Butter unterziehen. Masse auf zwei mit Backpapier belegten Blechen ca. 18 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Zutaten für die Füllung:
200 g Marzipanrohmasse
60 g Puderzucker
8 EL Konfitüre, z.B. Himbeer

Marzipan und Puderzucker verkneten und dünn ausrollen. Eine Biskuitplatte damit belegen, dann halbieren. Rest Biskuit mit 5 EL Konfitüre bestreichen, dann ebenfalls halbieren. Platten im Wechsel in vier Lagen aufeinanderstapeln. Ca. 30 Minuten frosten, anschließend in ca. 5 cm große Würfel teilen.

Zutaten für die Deko:
2 EL Konfitüre
600 g Fondant
Zuckerstreusel etc. nach belieben

Die Biskuitwürfel dünn mit Konfitüre bestreichen und leicht antrocknen lassen. Fondant portionsweise dünn ausrollen und die Biskuitwürfel damit überziehen. Petits Fours nach belieben weiter verzieren. Ich habe meine nicht komplett mit Fondant überzogen, weil ich zu faul war ;-) Aber es empfiehlt sich, weil sie so länger frisch halten!

Mittwoch, 5. August 2015

Placebo - Loud Like Love

Placebo ist meine allerliebste Lieblingsband! Ich kenne JEDES Album und bin bei jedem neuen skeptisch. Denn man möchte meinen, Placebo hätten ihre beste Zeit schon hinter sich. Aber Loud Like Love, ist meiner Meinung nach das Beste Album, das Placebo jemals produziert hat! Es ist großartig! Ich höre es jetzt seit über einem Jahr immernoch rauf und runter! Große Liebe! Mein Lieblingslied auf diesem Album ist übrigens: Exit Wounds.




Miami 62

Mir war heute nach etwas luftig-leichtem. Das weit-geschnittene T-Shirt ist vom Stoff her sehr leicht und erinnert dank des Prints an Sommer, Sonne und Eiscreme. Dazu die Shorts aus gekreppter Baumwolle mit Strickborte. Vorteil hier: man spart sich das bügeln... Die Accessoires habe ich passend zu den Farben des T-Shirt Prints gewählt.

Tuch: von Mama geklaut
Sonnenbrille: Bijou Brigitte
Plastikarmreifen: New Yorker
T-Shirt: H&M Divided
Shorts: H&M
Sneakers: DC Shoe Co.

Montag, 3. August 2015

Mit dem zweiten Kind ist alles entspannter?

"Mit dem zweiten Kind ist alles entspannter!" Wer kennt diesen Satz nicht?! Ich möchte hier von meiner ganz persönlichen Erfahrung mit dem zweiten Kind erzählen...

Meine erste Schwangerschaft, ich war 24, war geplant. Ein absolutes Wunschkind! Die Schwangerschaft verlief leider kompliziert, ich musste mich aufgrund einer Gebärmutterhals-Insuffizienz schon in der 24. Woche einer Operation (Zerklage) unterziehen und war den Rest der Schwangerschaft zum liegen verdonnert. Die Geburt hingegen war ein Traum! Entbunden habe ich, obwohl knapp 3 Wochen vor ET, im Geburtshaus. Nach gerade mal 3 Stunden Wehen und 2 Presswehen war der kleine Mann da - keine Komplikationen, kein Dammriss! Was danach kam, war alles andere als "entspannt". Mika ließ mich keine Nacht länger als 2 Stunden am Stück schlafen. Von schlafen kann eigentlich gar keine Rede sein. Fürs stillen habe ich immer ca. 30 Minuten gebraucht. Wenn ich ihn dann wieder hingelegt habe, fand er nur schwer wieder in den Schlaf. Kaum selber wieder eingeschlafen, wurde ich auch schon wieder zur nächsten Stillmahlzeit geweckt. So ging es fast das erste halbe Jahr lang. Es war furchtbar! Der Schlafmangel hat ganz schon auf die Stimmung geschlagen. Und jedes Mal habe ich mich wieder gefragt: wann schläft dieses Kind endlich "durch"? Die Antwort: Mika fing erst mit zweieinhalb Jahren an auch mal durchzuschlafen. Generell war ich, besonders in den ersten 2 Jahren, oft gestresst und überfordert und ehrlichgesagt auch nicht so richtig glücklich mit meiner Rolle als Mutter. An ein weiteres Kind war gar nicht zu denken! Meine größte Angst war immer, dass beim zweiten Kind alles genauso "schwierig" werden könnte...

Und dann passierte es: 7 Jahre später, ungeplant schwanger mit Kind Nummer 2. Trotzdem war sofort klar für mich, dass ich dieses Kind bekommen möchte. Die Schwangerschaft verlief diesmal hingegen aller Erwartungen richtig gut! So gut, dass ich sicher war, die Geburt müsse diesmal dafür umso schwieriger werden. Im 8. Monat bin ich noch Longboard gefahren und einen Tag vor der Geburt (39. Woche) habe ich noch Fußball gespielt mit dem Großen. Entbunden habe ich auch diesmal wieder im Geburtshaus. Und wieder hatte ich eine Traumgeburt: keine Komplikationen, kein Dammriss. Diesmal ging alles sogar noch schneller... nach nur 1 Stunde im Geburtshaus, hielt ich den kleinen George schon im Arm. 2 Stunden später sind wir wieder nach Hause gefahren. Mein Freund hat sich eine Woche freigenommen, um mir in der Anfangszeit zu helfen. Zugegeben, die ersten 4 Wochen nach der Geburt waren schlimm, obwohl ich körperlich schon sehr schnell wieder fit war und George von Anfang an ein guter Schläfer war. 3 bis 4 Stunden Ruhe am Stück in der Nacht! Heute schafft er (3 Monate alt) sogar 5 bis 8 Stunden. Dennoch hatte ich ordentlich mit dem nachgeburtlichen Hormonchaos zu kämpfen. Täglich überkam mich ein Heulkrampf und ich habe mich einfach nur wie ein Häufchen Elend gefühlt. Alles war mir zuviel. Hinzu kam noch, dass Mika in der ersten Zeit natürlich noch mehr Aufmerksamkeit forderte als ohnehin schon. Doch nach 4 Wochen waren wir alle ein eingespieltes Team. Ich fühlte mich zunehmends wohler in meiner Haut und fing an das Mutter-Sein so richtig zu genießen. Seit einem Monat bin ich sogar unter der Woche komplett allein mit den Kindern, da mein Freund aus beruflichen Gründen nur noch an den Wochenenden nach Hause kommt. Und ich habe kein Auto. Ich müsste eigentlich im Dauer-Stress sein bei den vielen Kilometern die ich hier täglich zu Fuß zurücklege, vom Supermarkt zur Schule zum Verein zum Arzt, teilweise hetze. Aber das bin ich meistens zum Glück nicht! Mit dem Alter wird man ruhiger, sagt man...

Und ja, mit dem zweiten Kind ist man tatsächlich entspannter, auch wenn vieles nicht einfacher ist. Aber man weiß bescheid, macht sich nichts mehr vor. Man bricht nicht mehr gleich in Schweiß aus, wenn das Baby anfängt zu schreien in der Öffentlichkeit. Man fragt sich nicht mehr wieso das Kind noch nicht durchschläft. Man rechnet von vornherein schon mit dem "schlimmsten" und kann somit nicht enttäuscht werden.

Ich behaupte, das zweite Kind hat mich erst zu einer richtigen Mutter gemacht! Das habe ich auch schon mehrfach von anderen gehört. Heute ist Mika 7 Jahre alt und ich bin wahnsinnig stolz und glücklich darüber ein so tolles Kind zu haben. Das gleiche gilt natürlich auch für George. Und schon jetzt weiß ich, dass ich mindestens noch ein weiteres Kind haben möchte. Auch wenn mit Nummer 3 tatsächlich alles schwieriger werden könnte!